Blasenentzündung Behandlung

Blasenentzündung Behandlung
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Die Blasenentzündung wird als untere Harnwegsinfektion bezeichnet. Bei einer Blasenentzündung handelt sich bei neunzig Prozent der Fälle um eine aufsteigende Infektion. In der Regel sind die Erreger Bakterien, die bei den meisten Fällen aus der eigenen Darmflora stammen. Sollten die Bakterien in die äußerste Harnröhrenöffnung gelangen, so wandern sie die Harnröhre hinauf, wo sie dann zu einer schmerzhaften Blasenentzündung führen können. Durch unzureichende oder falsche Intimhygiene kann der Aufstieg der Erreger noch begünstigt werden.

Sollte man eine Blasenentzündung nicht behandeln lassen, so kann es zu einem weiteren Aufstieg kommen und im schlimmsten Fall zu einer Nierenbeckenentzündung. Gerade Frauen leiden oft an einer Blasenentzündung, da ihre Harnröhre deutlich kürzer ist, als die der Männer. Somit können die Erreger leichter in die Blase gelangen. Jedes Jahr bekommen etwa elf Prozent der Frauen eine Blasenentzündung und daher zählt sie zu den häufigsten Erkrankungen. Das Brennen beim Wasserlassen ist das erste Anzeichen einer Blasenentzündung sowie der vermehrte Harndrang und eventuell auch Schwierigkeiten den Harn zu halten. Ebenso kann bei einer Blasenentzündung ein krampfartiger Schmerz im Unterbauch auftreten. Um eine Blasenentzündung nachweisen zu können, ist die Untersuchung des Urins die wichtigste Methode. Bei der dieser Urinprobe wird mithilfe eines Teststreifens nach Hinweisen auf ein Bakterienwachstum gesucht.

Behandlung einer Blasenentzündung durch Hausmittel

Bei einer leichten Blasenentzündung stellen Hausmittel eine gute Therapie dar. Am besten sollte man sich hierbei immer warmhalten und viel trinken. Hier empfiehlt sich die Einnahme von Blasen- und Nierentees, die man in jeder Apotheke oder im Drogeriegeschäft erhält. Auch ein Sitzdampfbad mit Kamille führt zu einer schnellen Heilung. Ein warmes Körnerkissen sowie ein Kirschkernkissen tut bei Blasenreizungen sehr gut, wobei man sich das erwärmte Kissen auf den unteren Teil des Leibes legt. Die Wärmflasche ist eines der wichtigsten Hausmittel bei der Behandlung einem verkrampften Blasenmuskel, was den Heilungsprozess fördert.

Behandlung einer Blasenentzündung durch Antibiotika

Wer unter einer unkomplizierten und bakteriellen Infektion der unteren Harnwege verfügt, dem werden meist Antibiotika verschrieben. Studien haben hierbei sogar gezeigt, dass in diesen Fällen schon eine einmalige Dosis ausreicht, um die unerwünschten Krankheitserreger abzutöten. Die Behandlung mit Antibiotika hält meist über drei bis fünf Tage an.

Wenn jedoch eine Nierenbeteiligung vorhanden ist, so müssen Patienten über längere Zeit Antibiotika einnehmen. Man sollte hierbei auf jeden Fall darauf achten, dass das Medikament nicht vorzeitig abgesetzt wird, auch wenn die Beschwerden nicht mehr so stark sind. Ein verfrühtes Absetzen kann dazu führen, dass die Entzündung wieder aufflammt und zudem die Erreger resistent gegen das Antibiotikum werden. Wer über einen chronischen Harninfekt leidet, so wird meist eine Antibiotika-Therapie über mehrere Wochen durchgeführt. Liegt jedoch eine Abflussstörung des Urins aufgrund einer vergrößerten Prostata vor, so wird man meist über eine Operation nicht herumkommen.