Hodenentzündung (Orchitis) – Ursachen, Symptome und Behandlung

Eine Hodenentzündung wird in der Regel durch Bakterien oder Viren verursacht und meistens sind ebenfalls die Nebenhoden entzündet. Die Orchitis kann akut oder chronisch verlaufen.

Ursachen einer akuten Hodenentzündung

In den meisten Fällen sind Viren die Verursacher einer Hodenentzündung. Zu den Auslösern durch Viren gehören Mumps, Grippe, Windpocken und pfeiffersches Drüsenfieber. Wurde die Orchitis durch Bakterien ausgelöst, so sind eine Prostataentzündung oder eine Harnröhrenentzündung oftmals die Ursachen. Ebenfalls kann die bakterielle Orchitis durch Gonokokken entstehen, die sexuell übertragbar sind. Seltener ist die Ursache in einer Gewalteinwirkung zu finden.

Ursachen einer chronischen Hodenentzündung

Die chronische Hodenentzündung kann durch Tuberkulose, Lepra oder Syphilis entstehen. Autoimmunkrankheiten sind ebenfalls als Ursachen für den chronischen Verlauf bekannt.

Symptome einer Hodenentzündung

In den meisten Fällen ist nur ein Hoden betroffen. Bei rund fünfzehn Prozent sind beide Hoden entzündet. Die Orchitis macht sich durch folgende Symptome bemerkbar:

  • Schmerzen in dem oder den Hoden
  • Hoden sind geschwollen
  • Haut über dem oder den Hoden ist warm und gerötet

Zudem können Schmerzen beim Wasserlassen, vermehrter Harndrang und Blut im Urin auftreten. Manchmal wird die Hodenentzündung von Fieber begleitet.

Behandlungsmöglichkeiten einer Hodenentzündung

Die Behandlung einer Hodenentzündung richtet sich nach der Ursache. Die Betroffenen sollten strikte Bettruhe einhalten und oftmals wird das Tragen eines Suspensoriums (hochlagernder Tragebeutel) empfohlen. Zudem erhält der Betroffene ein entzündungshemmendes Schmerzmittel. Wurde die Hodenentzündung durch Bakterien verursacht, wird ein Antibiotikum eingesetzt. Zu einem Einschnitt der Hodenhülle kommt es nur dann, wenn sich die Blutzufuhr gestaut hat oder es zu einer Bildung von eitrigen Abszessen im Gewebe der Hoden gekommen ist.